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Gemeinde Berg-Nordhorn

Lange Straße 60, 48531 Nordhorn

Der Berg ist eine bibeltreue evangelische Freikirche reformierten Bekenntnisses. Geprägt von Gottes Wort und Gnade.

Täglicher Impuls
Samstag

Das Glas ist halbvoll

Wie geht es dir, wenn du an deine Gemeinde denkst? Die meisten von uns neigen dazu, viel Gutes für selbstverständlich zu nehmen und uns über die Dinge zu ärgern, die nicht laufen. Wir sehen das Glas als halbleer statt halbvoll. Genau das möchte der Teufel. Er flüstert uns ins Ohr: 'Schaut doch mal, wie wenige ihr seid. Wie unterschiedlich. Wie komisch die anderen sind.' Er will uns blind machen für die Güte Gottes. Doch der Vers endet: 'Die ganze Mauer schloss sich bis zur halben Höhe, und das Volk gewann Mut zur Arbeit.' Die Mauer ist halbfertig! In einer gefallenen Welt ist alles Gnade. Jeder einzelne Stein, der auf dem anderen liegt, ist Gnade. Der Prophet Jeremia bekannte selbst in der Zerstörung: 'Gnaden Beweise des Herrn sind, dass wir nicht gänzlich aufgerieben wurden.' Deswegen dürfen wir das Glas als halbvoll ansehen.

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Wie geht es dir, wenn du an deine Gemeinde denkst? Die meisten von uns neigen dazu, viel Gutes für selbstverständlich zu nehmen und uns über die Dinge zu ärgern, die nicht laufen. Wir sehen das Glas als halbleer statt halbvoll. Genau das möchte der Teufel. Er flüstert uns ins Ohr: 'Schaut doch mal, wie wenige ihr seid. Wie unterschiedlich. Wie komisch die anderen sind.' Er will uns blind machen für die Güte Gottes. Doch der Vers endet: 'Die ganze Mauer schloss sich bis zur halben Höhe, und das Volk gewann Mut zur Arbeit.' Die Mauer ist halbfertig! In einer gefallenen Welt ist alles Gnade. Jeder einzelne Stein, der auf dem anderen liegt, ist Gnade. Der Prophet Jeremia bekannte selbst in der Zerstörung: 'Gnaden Beweise des Herrn sind, dass wir nicht gänzlich aufgerieben wurden.' Deswegen dürfen wir das Glas als halbvoll ansehen.

Nehemia 3,38
Gebet

Danke Gott für das Gute, das er in deiner Gemeinde wirkt, und bitte ihn um Augen, die seine Güte erkennen.

Herausforderung

Wofür bin ich in meiner Gemeinde konkret dankbar – was sehe ich als Gottes Gnade?

Aufnahme vom 7. Juli 2026

Predigt

Wenn Jesus den Falschen ruft | Mt 9,9-17 | Paul Koch

Dienstag, 7. Juli 2026
Matthäus 9,9-17
Kernaussage

Jesus Christus ist nicht gekommen, um Gerechte oder religiös Qualifizierte zu rufen, sondern Sünder zur Buße. Er verwirft selbstgerechte Frömmigkeit und macht Menschen durch seine Gnade völlig neu, anstatt das alte religiöse System zu reparieren. Der Ruf Jesu schafft in Sündern ein neues Herz, das antworten kann.

In dieser Predigt über Matthäus 9,9-17 behandelt der Prediger die radikale Gnade Jesu, der Sünder ohne Vorbedingungen ruft. Der zentrale Vers ist: 'Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.' Am Beispiel der Berufung des Zöllners Matthäus zeigt die Predigt, wie Jesus Menschen rettet, die in den Augen der Gesellschaft und der Frommen als 'die Falschen' gelten. Die Pharisäer empören sich, weil Jesus mit Zöllnern und Sündern Tischgemeinschaft hält, doch Jesus macht deutlich: Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Er kritisiert ihre Selbstgerechtigkeit, die Sünde relativiert statt sie ernst zu nehmen. Die Predigt betont drei Hauptpunkte: Erstens vergibt Jesus dem schlimmsten Sünder ohne Vorleistung - reine Gnade. Zweitens verwirft Jesus selbstgerechte Frömmigkeit, die sich horizontal mit anderen misst statt vertikal vor Gottes Heiligkeit. Drittens verkündigt Jesus die neue Heilszeit - er ist der Bräutigam, der gekommen ist, nicht um das Alte zu reparieren, sondern um alles neu zu machen. Das Evangelium ist keine religiöse Optimierung, sondern eine völlig neue Schöpfung. Die entscheidende Frage lautet nicht 'Bin ich gut genug für Jesus?', sondern 'Bin ich Sünder genug, um von Jesus gerettet zu werden?'
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In dieser Predigt über Matthäus 9,9-17 behandelt der Prediger die radikale Gnade Jesu, der Sünder ohne Vorbedingungen ruft. Der zentrale Vers ist: 'Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.' Am Beispiel der Berufung des Zöllners Matthäus zeigt die Predigt, wie Jesus Menschen rettet, die in den Augen der Gesellschaft und der Frommen als 'die Falschen' gelten. Die Pharisäer empören sich, weil Jesus mit Zöllnern und Sündern Tischgemeinschaft hält, doch Jesus macht deutlich: Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Er kritisiert ihre Selbstgerechtigkeit, die Sünde relativiert statt sie ernst zu nehmen. Die Predigt betont drei Hauptpunkte: Erstens vergibt Jesus dem schlimmsten Sünder ohne Vorleistung - reine Gnade. Zweitens verwirft Jesus selbstgerechte Frömmigkeit, die sich horizontal mit anderen misst statt vertikal vor Gottes Heiligkeit. Drittens verkündigt Jesus die neue Heilszeit - er ist der Bräutigam, der gekommen ist, nicht um das Alte zu reparieren, sondern um alles neu zu machen. Das Evangelium ist keine religiöse Optimierung, sondern eine völlig neue Schöpfung. Die entscheidende Frage lautet nicht 'Bin ich gut genug für Jesus?', sondern 'Bin ich Sünder genug, um von Jesus gerettet zu werden?'

Hauptthemen (3)

1. Jesus vergibt den schlimmsten Sündern

  • Jesus ruft Matthäus, einen Zöllner und damit den gesellschaftlichen Abschaum der damaligen Zeit
  • Der Ruf Jesu 'Folge mir nach' geschieht ohne Vorbedingungen und aus reiner Gnade
  • Nicht Matthäus findet Jesus, sondern Jesus findet Matthäus und ruft ihn autoritativ
  • Der Ruf Jesu beinhaltet die Aufforderung zur Buße - das Herzstück des Evangeliums
  • Matthäus stellt sich selbst nur als 'der Mann am Zollhaus' vor, als begnadigter Sünder
  • Jesus ruft Sünder ohne dass sie erst ihr Leben in Ordnung bringen müssen

2. Jesus verwirft die selbstgerechte Frömmigkeit

  • Die Pharisäer empören sich, dass Jesus mit Zöllnern und Sündern Tischgemeinschaft hat
  • Selbstgerechtigkeit leugnet Sünde nicht, sondern relativiert sie im Vergleich zu anderen
  • Die Pharisäer messen sich horizontal an anderen Menschen statt vertikal an Gottes Heiligkeit
  • Jesus stellt sich als Arzt dar: Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken
  • Jesus zitiert Hosea: 'Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer'
  • Gesunde gehen nicht zum Arzt - man muss die eigene Sünde und das eigene Elend erkennen
  • Gemessen an der Heiligkeit Gottes ist niemand gerecht, auch nicht einer

3. Jesus verkündigt die neue Heilszeit

  • Die Jünger von Johannes fragen, warum Jesu Jünger nicht fasten wie sie und die Pharisäer
  • Jesus verwendet das Bild des Bräutigams: Solange er da ist, ist Zeit der Freude, nicht der Trauer
  • Mit Jesus ist der Messias gekommen - die neue Heilszeit ist angebrochen
  • Das Bild vom neuen Flicken auf altem Kleid und neuem Wein in alten Schläuchen
  • Jesus ist nicht gekommen, um das alte religiöse System zu reparieren oder zu optimieren
  • Das Evangelium schafft eine völlig neue Wirklichkeit, eine neue Schöpfung
  • Es geht nicht um äußere religiöse Erfüllung, sondern um ein neues Herz, das auf Jesus ausgerichtet ist

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Matthäus 9,9-17

Und als Jesus von dort weiterging, sah er einen Menschen am Zollhaus sitzen, Matthäus genannt. Und er spricht zu ihm: Folge mir nach. Und er stand auf und folgte ihm nach. Und es geschah, als er in dem Haus zu Tisch lag. Siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und lagen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern. Und als die Pharisäer es sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum ist euer Lehrer mit den Zöllnern und Sündern? Als er es aber hörte, sprach er: Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Geht aber hin und lernt, was das ist. Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer, denn ich bin nicht gekommen, gerechte zu rufen, sondern Sünder. Dann kommen die Jünger des Johannes zu ihm und sagen: Warum fasten wir und die Pharisäer oft? Deine Jünger aber fasten nicht. Und Jesus sprach zu ihnen: Können etwa die Gefährten des Bräutigams trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird und dann werden sie fasten. Niemand aber setzt einen Flicken von neuem Tuch auf ein altes Kleidungsstück, denn das eingesetzte reißt von dem Kleidungsstück ab und der Riss wird schlimmer. Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche, sonst zerreißen die Schläuche und der Wein wird verschüttet und die Schläuche verderben, sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche und beide bleiben zusammen erhalten.

Lukas 5,32

Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße

Römer 3,10

Es ist kein keiner gerechter, ist kein gerechter, auch nicht einer

Jesaja 29,13

Dieses Volk naht mich mit seinem Mund und ehrt mich mit seinen Lippen nach außen. Alles wunderbar, aber ihr Herz ist fern von mir

2. Korinther 5,17

Ist jemand in Christus, dann ist ja eine neue Schöpfung, neuer Wein in neuen Schläuchen. Es ist alles neu, es ist neues Zeitalter, ist eine neue Realität. Jesus Christus ist gekommen. Das Alte ist vergangen. Neues ist geworden.

Weitere Referenzen

  • Hosea 2
  • Jakobus 5,20
  • Heidelberger Katechismus Frage 2

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Erkenne deine eigene Sündhaftigkeit: Prüfe, ob du deine Sünde und dein Elend vor Gott wirklich erkennst. Gesunde gehen nicht zum Arzt - nur wer seine geistliche Krankheit sieht, sucht den Heiland. Miss dich nicht horizontal an anderen Menschen, sondern vertikal an Gottes Heiligkeit.
  • 2 Lebe in echter Buße: Buße ist das Herzstück des Evangeliums und sollte eine zentrale Rolle im Leben eines Christen spielen. Prüfe dein eigenes Leben: Spielt Buße eine zentrale Rolle oder ist sie eher untergeordnet? Bringe regelmäßig deine Sünden unters Kreuz.
  • 3 Fokussiere dich auf die Person Jesu: Vermeide religiöse Aktivitäten, die nur äußerlich sind. Es geht nicht darum, Dinge abzuarbeiten (Bibellesen, Beten, Fasten), sondern um die lebendige Beziehung zum Bräutigam Jesus Christus. Halte Jesus im Zentrum deines geistlichen Lebens.
  • 4 Sei Teil der Gemeinschaft begnadigter Sünder: Verstehe, dass Gemeinde der Ort ist, wo begnadigte Sünder zusammenkommen, nicht ein exklusiver Club für gute Menschen. Schaue im Abendmahl um dich herum und erkenne die Gemeinschaft, in die Jesus dich gerettet hat.
  • 5 Teile das Evangelium mit anderen Sündern: Folge dem Beispiel von Matthäus, der sofort seine sündigen Freunde zu Jesus brachte. Der größte Liebesdienst am Menschen ist, ihn zu Gott zu führen, denn dadurch wird eine Seele vor dem ewigen Tod gerettet.